Der Anlagenrückbau wird akribisch geplant und sorgfältig überwacht
Der Lebenszyklus einer Raffinerie endet mit dem Abschalten der Anlagen noch lange nicht. Jetzt beginnt mit dem Rückbau ein genau konzipierter Arbeitsabschnitt: Fachleute reinigen Rohrleitungen, Armaturen und Öfen. Tanks werden fachgerecht zerlegt und recycelt, Straßenbeläge mit ihren Unterbauten entfernt und Verwaltungs- und Sozialgebäude abgerissen. Am Ende dieses Projektabschnitts werden keinerlei Einbauten oder Anlagen mehr an die einstige Verwendung des Areals erinnern. Die Abbildungen auf dieser Seite zeigen, wie schnell die Arbeiten auf dem ehmaligen Raffineriegelände vorankommen:
Von oben betrachtet: wie eine Raffinerie "verschwindet"
Februar 2009 - Nach dem Produktionsstopp im Herbst 2008 beginnen jetzt die Arbeiten zur Demontage der Raffinerie-Anlagen an der Eriagstraße in Ingolstadt. Hier ein letzter Blick auf die Raffinerie im arbeitsfähigen Zustand.
März 2009 - Im Bild unten sind die Tanks zu sehen, die durch ein Fachunternehmen gereinigt wurden und bereits teilweise demontiert sind. Auf dieser Fläche entsteht gerade das neue Stadion des FC Ingolstadt.
Schon kurz nach Beginn der Arbeiten zeigt sich ein neues Bild:
April 2009 - Hier "fehlen" schon die Tanks im Bild unten. Sie waren aus hochwertigem Stahl gefertigt, der sich als begehrtes Recyclingmaterial in neue Produkte verwandeln wird.
Mai 2009 - Neben den Tanks befanden sich auf der Fläche noch die Kesselwagen-Verladestation und Gleisanlagen für den umweltfreundlichen Transport der Mineralölprodukte "made in Ingolstadt".
März 2010
Juni 2010
Im Detail: Demontage der Gleisanlagen auf dem Werkbahnhof
Ausgedient - Gleisanlagen und Werkbahnhof im Süden des Areals bildeten einst die Drehscheibe für die Auslieferung von Mineralölprodukten an Tankläger und Speditionen
Ausrangiert - Gleise, Gleisbett und Schwellen wurden zurückgebaut und die Materialien wie Schotter, Metall und Altholz einer fachgerechten Verwertung zugeführt
Demontiert - An die Gleisanlagen erinnern nur noch einzelne Neben-anlagen an der ehemaligen Bahnstrecke, wie hier mit Blick in Richtung Manchinger Straße
Im Detail: die ersten Tanks werden abgebaut
Tank 267 - Die Raffinerie-Tanks für schweres Heizöl sind mit Nummern gekennzeichnet. Im Bild ist der Aufbau aus einzelnen verschweissten Ringen gut zu erkennen
Tank 269 - Die einzelnen Ringe bestehen wiederum aus Stahlplatten, die vor Ort verschweisst wurden. Nicht nur beim Aufbau, auch beim Abbau ist absolute Präzision gefragt
Der Rest - Übrig bleiben Stahlbleche, die hier zum Abtransport in die Verwertung gelagert werden. Sie sind als Recyclingmaterial sehr begehrt
Im Detail: Demontage von Flüssiggasbehältern
Flüssiggas wird in Stahlbehältern, den sogenannten Zigarren, gelagert. Sie halten hohem Druck stand und durch den weißen Anstrich vor Erwärmung geschützt
Neben der Kugelform bietet die Zigarrenform ideale Voraussetzungen für die Lagerung von Flüssiggas. Hier platziert ein Spezialkran die Tanks für die Zwischenlagerung um
Entleert und gereinigt warten die Flüssiggas-Tanks jetzt auf den Transport zu ihren neuen Einsatzfeldern. Sie sind nach wie vor voll funktionsfähig
Im Detail: Rückbau der Tankwagen-Verladestation
Ausgedient - Früher herrschte hier rege Tätigkeit: Täglich wurden Tankkraftwagen mit wertvollen Mineralölprodukten befüllt.
Abgedeckt - Hier ist die Verladestation während der Demontage und bereits ohne Dach zu sehen. Auch das Umfeld ist schon weitestgehend zurückgebaut
Abgetragen - Die Arbeiten schreiten voran. Hier wird bereits die Asphaltdecke der Zufahrtsstraße entfernt. Ein BAYERNOIL-Team koordiniert vor Ort die Arbeiten
Im Detail: Abriss der Feuerwache
Januar 2010: Die Feuerwache mit Fahrzeughalle und Schlafräumen für die Feuerwehrleute wird abgerissen
Der Feuerwehrkomplex beherbergte neben der eigentlichen Wache und der Fahrzeughalle auch die Arztstation und einen Schulungsraum
Nach dem Rückbau der Gebäudesubstanz wurden die sauber getrennten Baumaterialien wie Ziegel, Kalkstein, Beton und Holz entsorgt
Im Detail: Abriss der Kantine und des Sozialgebäudes
März 2010: das Sozialgebäude mit Kantine, Dusch- und Umkleideräumen für die BAYERNOIL-Mitarbeiter wird zurückgebaut
Über 2.600 Quadratmeter umfasste dieser Sozialbereich - der komplette Abriss bis hin zur Entfernung der Fundamente dauerte 10 Wochen
Nach dem Ausräumen der Gebäude wurden Dachisolierungen und Brandschutztüren ausgebaut und fachgerecht entsorgt
Im Detail: Umsetzung der Pforte
März 2010: Das Pförtnerhäuschen mit seinen 138 Quadratmetern Grundfläche wird innerhalb von drei Wochen an die neue Position gesetzt
Ebenso wie das Sportheim gehörte auch die Pforte zu den wichtigen Funktionspunkten des Raffineriebetriebes am Standort Ingolstadt
Auch an der neuen Pforte und während der laufenden Rückbauphase prüft Sicherheitspersonal die Zutrittsberechtigungen der Besucher
Aktuelle
Nachrichten
30. August 2010
Mittelbayerische Zeitung
Löschübung begeisterte die Kinder
Besuch bei der Werkfeuerwehr der Bayernoil-Raffinerie Neustadt mehr....